Diagnostik und Therapie von Kiefer-, Gesichts- und Kopfschmerzen,
Funktionsstörungen des Kauorgans und Kiefergelenkproblemen


Schmerzen im Kiefer- und Gesichtsbereich, Kopf-, Nacken-, Rückenschmerzen können
durch eine Kieferfehlstellung (craniomandibuläre Dysfunktion, CMD) verursacht oder mit
unterhalten werden.
Ebenso können Schwindel, Ohrprobleme, Tinnitus, Stimmstörungen, Geschmacksirritationen,
Schluckstörungen, Schlafapnoe, Ein- und Durchschlafstörungen, therapieresistente funktionellen
Wirbelsäulenbeschwerden (insbesondere nach Schleudertrauma) in Verbindung mit
craniomandibuläre und craniocervikale Dysfunktion (CCD) stehen.

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Unser Schwergewicht liegt nicht nur in der Therapie von Funktionsstörungen
des Kauorganes, sondern auch in der differentialdiagnostischen Abklärung,
ob ganzkörperliche Haltungsprobleme und funktionellen Wirbelsäulenstörungen
zu dem Schmerzgeschehen beitragen.


Das Ziel der Behandlung ist es, Ober- und Unterkiefer so zu zuordnen, dass ein neuromuskuläres
Gleichgewicht aller beteiligten Muskelgruppen erzielt werden kann und eine stressfreie Situation
für Zähne, Kiefergelenk, Wirbelsäule und Muskulatur gegeben ist.
Wenn funktionellen Wirbelsäulenstörungen hinzukommen, kann dieses Ziel nur mit Unterstützung
orthopädischer und manualmedizinischer Begleittherapien erreicht werden. Die meisten dieser
Schmerzprobleme können nur aus ganzheitlicher Sicht und multidisziplinär erfolgreich gelöst werden.
Zur Diagnostik und Therapie benötigen wir u. a. elektromyographische Untersuchungen der
Kau-, Kopf- und Halsmuskulatur, Bewegungsaufzeichnungen des Unterkiefers und sonographische
Aufzeichnungen der Kiefergelenkgeräusche.


Die Aufbissschiene zur Therapie der CMD


Die Therapie der Kieferfehlstellung (CMD) erfolgt in den meisten Fällen über eine Aufbissschiene.
Meist werden zwei Schienen benötigt. Eine nicht segmentierte Schiene für die Nacht und zum Essen.
Eine segmentierte Schiene für den täglichen Gebrauch; sie ist unsichtbar und daher auch während
der Berufsausübung und in Gesellschaft gut zu tragen. Durch das Freilassen der Front kann die
Zunge ungehindert artikulieren, sodass Verspannungen in der Zungen- und Unterzungenmuskulatur
verhindert werden.
In den meisten Fällen müssen die Schienen die ersten Monate immer getragen werden.
Wenn sich die kybernetische Einheit Kiefergelenk / oberer HWS-Bereich, die sog. Kopfgelenke,
stabilisiert haben, kann es häufig ausreichen, die Schiene nur noch nachts oder nach Bedarf zu tragen. Sollte dies nicht der Fall sein, kann eine prothetische oder kieferorthopädische Einstellung der myozentrischen Bisslage oder die Herstellung einer Dauerschiene erwogen werden.

Downloads:
1. Was ist eine craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)? Welche Auswirkung hat sie auf die
    Körperperipherie?

2. Therapeutisches Vorgehen, wissenschaftliche Hintergründe